PM – BER Untersuchungsausschuss

Pressemitteilung
02. Juni 2014

 

Affäre um den Großflughafen BER erreicht oberste Chefetage – Hartmut Mehdorn im Fokus der Kritik – AfD fordert erneut die Ablösung des umstrittenen Flughafenchefs

Nach Medienberichten ist gegen den beurlaubten Technik-Chef des BER Jochen Großmann eine weitere Anzeige erstattet worden. Neben den bekannten Korruptions-Vorwürfen geht es diesmal um die Vergabe von Aufträgen an Firmen, mit den Großmann wirtschaftlich verbunden sein soll.

Auf diese Weise könnten die Baukosten für den Airport künstlich in die Höhe getrieben und die Dauer der Arbeiten merklich verlängert worden sein. Damit hätte Großmann genau das Gegenteil von dem getan, wofür Flughafen-Boss Mehdorn ihn geholt und gepriesen hat. Ein Auftrag, der laut Angebot für etwas mehr als 200.000 Euro hätte ausgeführt werden können, wurde wohl auf Anweisung Großmanns an ein ihm wirtschaftlich nahe stehendes Unternehmen vergeben. Das berechnete nach Medienberichten für die gleiche Leistung mehrere Millionen Euro – und verzögerte die Fertigstellung der Entrauchungsanlage wohl um acht Monate.

Ein Einzelfall? Es steht zu vermuten, dass hier gerade die erste Spitze des Eisberges zum Vorschein kommt. AfD-Landeschef Dr. Alexander Gauland: „Dieser Flughafenbau macht unser Land und die Menschen unseres Landes in der ganzen Welt lächerlich. Der BER steht nur noch für Unvermögen, Fehlplanung und seit neuestem für Korruption und Vetternwirtschaft. Natürlich auf Kosten des Brandenburger Steuerzahlers, der für den BER auf Sicherheit, Infrastruktur und im schlimmsten Fall auf einen Arbeitsplatz verzichten darf. Für mehrere Milliarden Euro aus der klammen Landeskasse. Und ein Ende der Zahlungsverpflichtungen Brandenburgs für den Pleite-Flughafen ist nicht abzusehen.“

Besonders pikant bei der jüngsten Anzeige: Flughafen-Boss Mehdorn könnte alles gewusst haben. Mehdorn soll bei der Sitzung anwesend gewesen sein, in der das günstige Angebot vorgestellt und das unverhältnismäßig teure den Zuschlag bekommen haben soll. Damit könnte Mehdorn direkt in die Machenschaften von Technik-Chef Großmann verwickelt gewesen sein.

Die Alternative für Deutschland fordert eine sofortige Ablösung von Flughafen-Chef Mehdorn und ein Überdenken des Standortes Schönefeld. Die folgende Diskussion muss offen sein für alternative Standorte in Sperenberg oder Jüterbog. Eine Diskussion, die die Alternative für Deutschland gerne für die Bürger des Landes führen will. Mit ihren Abgeordneten im nächsten Brandenburger Landtag, zu dessen Wahl am 14. September die AfD selbstverständlich antritt.

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Detlev Frye
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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